Gottesdienste

Aktuelle Gottesdiensttermine

Unsere Liturgie

Wenn man zum Gottesdienst kommt, weiß man im Großen und Ganzen schon, wie die Abfolge ist, welche Texte das immer wiederkehrende Gerüst bilden, wie die Worte lauten und wie die Melodien klingen. Aber passt das immer und zu jedem Gottesdienst? Ist es gut und sinnvoll, bei einem meditativen Gottesdienst die gleichen liturgischen Texte und Melodien zu verwenden wie bei einem Familiengottesdienst? Bei einem Gottesdienst für die älteren Gemeinde mit glieder die gleichen Worte und die gleiche Musikrichtung zu benutzen wie bei einem Jugendgottesdienst?

Wir haben uns im Ausschuss für Theologie und Gottesdienst darüber viele Gedanken gemacht und sind schnell zu dem Schluss gekommen, dass für das im Grunde gleiche Bedürfnis – nämlich, den eigenen Glauben in der Gemeinschaft zu leben und zu stärken – nicht immer die gleichen Worte und Melodien geeignet sind.

Junge Menschen werden nun einmal von anderen Worten und anderer Musik angesprochen als ältere. Worte und Melodien, die den Älteren vertraut sind und als wohlklingend empfunden werden, hören sich für Jüngere völlig veraltet und umständlich, manchmal sogar unverständlich an. Und Worte und Melodien, die die Jüngeren ansprechen, werden von den Älteren als nicht feierlich genug und zu sehr an Unterhaltung erinnernd empfunden. Ein Gottesdienst, der eine meditative Stimmung erzeugen soll, braucht andere Texte und eine andere Musik als ein Gottesdienst, der zum Nachdenken anregen oder fröhlich stimmen soll.

Deswegen haben wir drei unterschiedliche Liturgien erarbeitet: Unsere gewohnte, altbekannte Liturgie wollen wir weiterhin in den „normalen“ Sonntagsgottesdiensten verwenden, sie wird wahrscheinlich´die am häufigsten zelebrierte bleiben.

Zusätzlich haben wir eine fröhliche und schwungvolle Fassung für die großen Familiengottesdienste – zum Beispiel am Ostersonntag und am Heiligabend – entworfen, die die oftmals kirchenfernen und nicht mit herkömmlicher Kirchenmusik vertrauten Gottesdienst besucher ansprechen – und nicht vergraulen – soll.

Außerdem wurde eine sehr ruhige Ausführung mit vielen Taizé-Elementen erarbeitet, die sich besonders für meditative Bildbetrachtungen eignet.

Wir hoffen, dass diese Neuerung bei allen gut ankommt.

Anette Busche
Aus dem Gemeindebrief April 2011