Predigt to go: Sonntag des guten Hirten

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Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.

Mir fehlt so einiges im Moment, meine Freunde, meine Freiheit, …

Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Genug zu essen habe ich, und ich darf in die Parks und an den See, …

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Lass ich mich führen oder will ich bestimmen, wo ist sie die rechte Straße?
Bin ich falsch abgebogen?

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.

Wir haben es gut hier in Deutschland. Für viele ist es so viel schwieriger in dieser Pandemie, Sie haben kein fließendes Wasser, nicht genug zu essen, das nächste Krankenhaus weit weit weg…

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Ein Tisch, und vielleicht noch jemand, vielleicht auch nur auf einer Parkbank?
Vielleicht sogar ein Getränk dazu, ein Kaffee to go, so viel ist für mich da!

Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,

Sie gehen hinter mir, manchmal vergesse ich die beiden: das Gute und die Barmherzigkeit, schützend stärken sie mir den Rücken, manchmal müsste ich mich nur kurz umdrehen oder mich anlehnen, und ich könnte spüren, sie sind da.

und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.

Ich habe einen Platz.

Die Bilder entstanden auf der Konfirmandenfreizeit 2013
Pfarrerin Reinhild Widdig

Sonntag des guten Hirten
Gottesdienst to go für den Sonntag Misericordias Domini

übersetzt: Von der Gnade des Herrn (werde ich für immer singen)

Das Lied misericordias domini aus Taize finden sie unter diesem Link https://www.youtube.com/watch?v=pva71b0fTMM  .

Der wohl bekannteste Psalm (Nr. 23) formuliert das Thema für diesen Sonntag. Der Herr ist mein Hirte.
Kann ich den Worten folgen, sie mitsprechen oder spüre ich Widerspruch und Zweifel, gerade in dieser Zeit?
Vielleicht ist für sie nur der ein oder andere Satz im Moment wirklich greifbar.
Dieser Psalm spiegelt die verschiedenen Facetten unseres Lebens und begleitet seit Jahrtausenden Menschen auf ihrem Glaubensweg.

  • mal ist es der Tisch, im Angesicht der Feinde, wenn ich mich von allen Seiten bedrängt fühle,
  • mal ist es die rechte Straße, die weit und einladend vor mir liegt,
  • mal ist es das dunkle Tal, dessen Ende ich nicht sehen kann.

Vielleicht können wir uns von dem uralten Klang dieses Psalm-Liedes tragen lassen, vielleicht nur einen Teil mitsprechen. Im Moment sind wir auf diese Krise fixiert, und versuchen unseren Alltag zu bewältigen.
Im Februar noch waren wir, mit unserer Familienfreizeit in Lieberhausen, dort wurden die Fotos mit dem Schaf aufgenommen und ebenso 2013 die Fotos von dem der Wald, den sie hier sehen.

All die Tannen, die wir auf den Fotos sehen, stehen nicht mehr, sie sind der Hitze und den darauffolgenden Borkenkäfern zum Opfer gefallen, alles war dort in diesem Februar 2020 kahl und das hat mich sehr beunruhigt. Eine weitere große Krise bedroht das Leben. Sind wir von der rechten Straße abgekommen?

Es sieht so aus. Dass eine Pandemie so um sich greifen kann, ist auch Folge der Globalisierung, des Ausnutzens billigster Herstellung unserer Ware in Ländern, in denen Menschen nur einen Bruchteil unserer Standards zum Leben haben. Alles hängt zusammen und ist verwoben. Vielleicht ist diese Pandemie, eine Chance zu sehen, was brauchen wir wirklich? Eine Chance zu erkennen, es geht auch anders, mit Schwierigkeiten, aber auch mit Gewinn.  Die Rückkehr zur Normalität, das bedeutet im Moment, das die Geschäfte wieder geöffnet werden, sind wir nicht mehr als unser Konsum? Ich hoffe es, doch.

Jesus, Hirte unseres Lebens,
zu dir kommen wir als erwachsene Menschen,
mit unserer Erfahrung, das Leben zu gestalten.
Wir fühlen uns stark und voller Ideen und fragen oft nicht nach dir.
 Jesus, du Hirte unseres Lebens, manchmal sind wir bedürftig wie Kinder.

Wir gehen unsere eigenen Wege und möchten doch, dass du sie mitgehst und uns hilfst, wenn es schwierig wird.
Mit diesem Zwiespalt kommen wir zu dir.
 Erwachsen und Kind zugleich, stark und bedürftig.
Nimm uns sanft an die Hand,
geh mit uns und führe uns zum guten Leben.

Gib uns aber auch den Mut, selbst umzukehren, wenn wir merken, dass wir auf dem „Holzweg“ sind. Führe uns von unseren unsicheren, oder auch selbstsicheren Wegen zurück auf den Weg, der der Weg zu DEINER Weide, zu unserer Heimat ist, in der wir Ruhe finden werden in DEINER Gegenwart. Amen.

Kommentare und Rückmeldungen gerne an mich per E-Mail. Die Adresse finden Sie hier.