Zeltlager Heider Bergsee in Brühl

vom 30.05.-02.06.2018 (Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre)

Ankunft am Heider Bergsee: Mittwoch 30.05. – ab 16 Uhr
Abholen am Heider Bergsee: Samstag 02.06. – bis 11 Uhr

Teilnehmerbeitrag: Kinder 25 €; Erwachsene 30 €
Anmeldung erforderlich bis 23.05.2018. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt! Entscheidend ist der Eingang der Anmeldung im Gemeindebüro.
Das Anmeldeformular finden Sie im Formularbereich.
 

 

Zosamme op Jöck
Zeltlager am Heider Bergsee

 

Heiderbergsee

Mit den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde machen wir uns einmal im Jahr auf zum Heider Bergsee, um dort zu zelten.

Im Jahr 2012 waren 23 Kinder im Alter von 3 – 16 Jahren und acht Erwachsene unterwegs.

Eine ganz eindrückliche Erfahrung für die meisten, sind sie sonst in Schule und Sportverein eigentlich immer in altershomogenen Gruppen.

Konkurrenz ist ein seltenes Thema, es entsteht ein Teamgeist, wie er sonst in unserem Alltag nur selten zu finden ist, denn es gibt wenig Kinder in der eigenen Altersgruppe, man braucht sich nicht zu profilieren, vielmehr ist klar, meine Fähigkeiten werden gebraucht, damit alles gut funktioniert. Alle achten aufeinander, helfen sich beim Spielen und Basteln. Man fährt zusammen mit dem Boot oder ein Ballspiel begeistert.

Bei den Erwachsenen ist es ähnlich wie bei den Kindern. Der eine kocht und organisiert lieber, andere leiten Spiele oder Bastelangebote an, wieder andere kümmern sich um den Grill oder darum, dass die offen gelassenen Zeltreißverschlüsse bei Regen immer wieder zugezogen werden.

Für mich ist diese Freizeit ein Beispiel für eine Gemeinschaft, die gemeinsam unterwegs ist.

In unserer Gesellschaft ist oft genug das Gegenteil zu beobachten. Menschen werden gemäß ihrer Fähig­keiten aufgeteilt. In der Schule, im Sport­verein, werden sie nach Altersgruppen sortiert: Kinder, Erwachsene und Senioren.

Die verschiedenen Gruppen haben immer weniger miteinander zu tun, und treffen sie aufeinander, kommt es zu Ver­stän­digungs­schwierigkeiten und Aus­einan­der­­­setz­ungen.

Die Spezialisierung unserer Gesellschaft ist weit fortgeschritten, aber an verschiedenen Ecken wird deutlich, dieses Modell wurde zu weit auf die Spitze getrieben. Hier und da entstehen neue Modelle: Mehr­genera­tionenhäuser, Schulen, in denen Behinderte und nicht Behinderte zusammen lernen.

Das wandernde Gottesvolk ist ein uraltes Bild, das seit dem Auszug Israels aus Ägypten Leitbild für ein christliches Ge­meindeverständnis ist.

„Zosamme op Jöck“ das heißt für mich, sich bewusst werden, dass wir aufeinander angewiesen sind. Dass das Zusammen­kommen ganz unterschiedlicher Menschen Bereicherung ist, wenn wir einander Raum geben, anderen helfen, zusammen lachen und zusammen arbeiten.

Dies gilt nicht nur für unsere Freizeiten, sondern auch für unseren Gemeindealltag.

Gemeinde kann der Ort sein, an dem unterschiedlichste Menschen sich begegnen und ergänzen, weil sie wissen, dass Gott uns ganz verschieden geschaffen hat und wir nur als Gemeinschaft wirklich gut diese Welt gestalten können.

Reinhild Widdig